Ein Fluss, drei Boote, fünf Tage, acht Mitstreiter und 80 Flusskilometer – Projektkanufahrt auf der Hase 2015

Für den Sommer 2015 wurde eine Kanutour geplant. Die große Frage die sich stellte, wohin? Sofort kamen die unterschiedlichsten Ideen auf, Spreewald, Ruhr, Ems. Bis uns ein Kanuexperte auf die Hase aufmerksam machte. Die Hase ist ein kleiner Fluss ca. 150km nördlich des Ruhrgebietes, der 170km nach seiner Quelle in die Ems und dann später in die Nordsee mündet.

Schnell waren wir von der Idee überzeugt und planten unsere fünftägige Tour. Neben den neuen Zelten, Schlafsäcken und Isomatten wurde auch unsere schon bekannte Trekking Nahrung und die Schüler in den Bus geladen und dann ging es auch schon los.

Am Zielort wurden alle Gepäckstücke wasserfest in Säcke und Tonnen verpackt und auf die drei Boote verteilt. Mit einem Bulli wurden wir vor Ort noch einmal fast 60km flußaufwärts zu unserem Einstieg gebracht. Und dann war die Gruppe auf sich alleine gestellt. Glücklicherweise wurde in der Vorbereitung zur Fahrt schon auf der Ruhr geübt, so dass jeder fit war und es keine Probleme beim paddeln gab.

Entlang von Feldern, Wiesen und Wäldern ging es die ersten Flußkilometer mal schnell, mal langsam in Richtung Westen. Das Wetter war trocken und kühl und für den ersten Tag sehr angenehm. Das Tagesziel war der Campingplatz in Löhningen. Nachdem wir die Kanus über ein paar Sandbänke ziehen mussten, schafften wir es noch rechtzeitig unsere Zelte aufzubauen und die Kanus zu verstauen um dann noch dem Freibad einen Besuch abzustatten. Hier gab es kaum Besucher außer uns, dafür aber jede Menge Wellen.

Nach einer ruhigen Nacht ging es am nächsten Morgen weiter in Richtung Herzlake. Unterwegs haben wir an einer Kirche einen kleinen Vogel gefunden. Der wurde Rowdy genannt und mit allerlei Insekten und Würmern aufgepeppelt. Leider war er vorher schon so kraftlos, dass er die nächste Nacht nicht überstanden hat. Unterwegs gab es immer viel zu sehen, zu beobachten oder zu erleben. Entlang der Hase gibt es viele Vögel, Bisamratten, Kühe, Rehe und auch einige Bieber. Wir waren also immer auch auf der Suche nach den Wildtieren oder ihren Unterkünften.

Die Nacht haben wir direkt am Herzlaker Sportstadion verbracht, einem Verein der mal um den Einzug in die 2. Bundesliga gespielt hat. Der Morgen des dritten Tages war schon recht warm und das Thermometer kletterte schnell auf Temperaturen von 25 und mehr Grad. Zur Abkühlung gab es leckere Melone und ein Bad in der kühlen Hase.

Unser Tagesziel war die Kanustation von unserem Verleiher Dieter. Dort hatten wir ein riesiges Gelände für uns, konnten die Ufer der Hase unsicher machen und abends gab es ein Feuer mit Marshmellows am Stock.

Auf unserer letzten Tagesetappe hatten wir dann noch einmal mehr als 20km zu paddeln vor uns. Auf der Strecke gab es eine heftige Stromschnelle zu bezwingen, viel zu sehen und natürlich diverse Wettstreite unter den Bootsbesatzungen zu bestehen. Niemand hat dem anderen etwas geschenkt und so wurde bis zum Ende gefightet. Aber in Meppen, unserem Ziel, sind wir alle gemeinsam angekommen. Als Belohnung winkte abends ein Abendessen vom Grill und Folienkartoffeln vom Lagerfeuer.

Am heißesten Tag der gesamten Woche ging es dann mit einem Abstecher zum Burgers Zoo zurück nach Hause. Im Burgers Zoo leben die Tiere nicht wie sonst im Zoo in Käfigen, sondern können sich recht frei in großen Gehegen mit anderen Tierarten bewegen. Besonders das Aquarium war sehr beeindruckend.

Die Woche war sehr anstrengend, aber es hat allen viel Spaß gemacht, es wurde viel geschafft und allen waren sehr stolz auf ihre Leistungen.

Offroad Tour

Pfälzerwald Felsenland Sagenwelt

21.09. - 28.09.2014

 

 

Am 21. September ging es im strömenden Regen los nach Rheinland Pfalz. Unser Zielort war das kleine Örtchen Nothweiler direkt im Pfälzer Wald. Das ist das größte zusammenhängende Waldgebiet in Deutschland und geht sogar über die Grenze in Frankreich weiter.

 

Nach fast 400km im Auto blieb uns das Wetter treu und wir mussten unsere Rucksäcke im strömenden Regen schultern. Vom Parkplatz ging es dann ab in den Wald und direkt den ersten Berg hoch. Der Weg hörte irgendwann auf, aber wir haben uns weiter hoch gekämpft, mit dem schweren Rucksack und Zelt auf dem Rücken, im Regen am steilen Hang.

Nach einiger Zeit kamen wir dann zum Glück an eine Schutzhütte. Die stehen verteilt im Wald und können von allen Wanderern genutzt werden. Obwohl es immer noch geregnet hat, haben wir schnell unsere Zelte aufgebaut, die Isomatten und die Schlafsäcke ausgerollt. Danach gab es dann etwas zu essen. Eigentlich wollten wir grillen, aber der Regen war so stark, dass wir die Bratwurst in der Pfanne braten mussten.

 

Um 20 Uhr wird es dann auch schon dunkel im Wald und wir waren sehr müde. Also ab in den warmen Schlafsack und die Stille im Wald genießen.

Am nächsten Tag ging es dann nach einem Müsli Frühstück nach Frankreich. Auf dem Weg haben wir uns eine alte Burg angeschaut, die lag hoch über dem Wald und wir hatten einen tollen Ausblick. Überall war Wald zu sehen und wir waren mitten drin. Entlang an Felsen, Abgründen und verschiedenen Wanderwegen ging es dann nach Château Fleckenstein. Hier haben wir uns bei einer Pommes gestärkt und Mittagspause gemacht.

 

In Frankreich gab es auch viel Wald, viele Berge, aber zum Glück wurde das Wetter im besser und wir konnten zum Teil auch etwas Sonne tanken. Da wir ja alles in unseren Rücksäcken tragen mussten, was wir für diese Zeit benötigten, wurde es uns an den Bergen manchmal auch etwas warm.

Am zweiten Abend gab es dann auch keine Bratwurst mehr, sondern wir hatten Trekking Nahrung die manche Profis auch auf ihren Wanderungen in den Bergen benutzen. Und, es hat sogar geschmeckt.

 

Am nächsten Tag haben wir dann wieder eine tolle Burgruine besichtigt, schade das wir da nicht übernachtet haben. Gegen Mittag sind wir dann in einem kleinen französischen Dorf angekommen. Dort gab es tolle Apfelbäume und wir haben ordentlich davon genascht.

Am Mittwoch kamen wir an kleinen Fluss vorbei. Dort haben wir uns alle erst mal richtig gewaschen. Obwohl das Wasser ganz schön kalt war, hat es uns allen ganz gut getan. Zum Mittag haben wir ein tolles Restaurant gefunden und leckere Pommes verspeist. Als Nachtisch gab es dann wieder große Äpfel direkt vom Baum.

 

Abends waren wir dann schon wieder sehr nah an unserem Bus und haben in unserer ersten Schutzhütte übernachtet. Das war wie nach Hause kommen. Diesmal hat das Wetter auch mitgespielt und wir konnten ein Feuer machen.

Donnerstag war unser letzter Wandertag. Wir haben uns alle gefreut aus den Wandersachen zu kommen. Und um wieder richtig sauber zu werden, sind wir dann in das Europabad nach Karlsruhe gefahren. Dort gab es coole Rutschen, eine Gegenstromanlange und warmes Wasser. Am Abend sind wir dann in einen kleinen Ort in der Nähe vom Europapark gefahren. Dort haben wir in einem Garten grillen und schlafen können. Die Besitzerin hatte Mini Schafe, einen Hund und zwei Katzen. Da hat es uns sehr gut gefallen.

 

Europapark!!! Endlich hatten wir es geschafft. Als Belohnung für die lange Wanderung haben wir einen ganzen Tag im Europapark verbracht. Wir sind Achterbahnen gefahren, waren beim Autoscooter, sind auf den Wildwasserbahnen nass geworden und haben die gruselige Dekorationen für Halloween bewundert.

Es war ein toller Tag und ein super Abschluss für die harte Woche. Wir haben viel erlebt und sind oft an unsere Grenzen gekommen.


Es gab einige Menschen, die uns diese Fahrt ermöglicht haben und bei denen wir uns noch bedanken wollen:


Den Leuten von Trek´n Eat, die uns mit ihrer Nahrung jeden Tag die Kraft gaben zu wandern, auf deren Essen wir uns schon  während der Wanderung freuten und dank denen wir nur so leichtes Essen tragen mussten. Außerdem wurden wir von der Firma Katadyn mit einem Wasserfilter unterstützt, der uns im Wald unabhängig vom Wasserhahn der Zivilisation machte.


Dem Superpädagogen Herrn Seeger, der uns von Seiten des Karl Schreiner Hauses unterstützt hat, indem er den Bus für uns gefahren ist, ganz viel Gepäck getragen hat, ein tolles Mitglied der Gruppe wurde und uns mit seinen Geschichten über seine Zeit der Bundeswehr die Zeit vertrieben hat.

 

Familie Dorer aus Weisweil, die uns bei sich aufgenommen hat und deren Garten wir für zwei Nächte nutzen durften. Außerdem haben wir dort lecker gegrillt und konnten unser Essen auf Stühlen an einem Tisch zu uns nehmen. Das war nach den Tagen im Wald echt super.

 

Und all den Leuten die an der wichtigen und aufwendigen Organisation vor und während der Fahrt beteiligt waren. 

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